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Tag 16:  New York City

Sonnabend, 13. Oktober 2007

Stadtbesichtigung New York City: Lower Manhattan, Civic Center, China Town, Chelsea, Times Square & Fulton Ferry (Brooklyn)

Der Sonnenaufgang über New York muss bei diesem strahlenden blauen Himmel sehr schön gewesen sein. Doch ihn erlebten wir nicht mit, denn wir hatten beschlossen einmal auszuschafen. So kamen wir erst 11.00 Uhr aus dem Nest und waren auch erst mittags in die Stadt unterwegs.

Mit der von Sebastians und meinem ersten USA Trip im Jahr 2001 bekannten Metrolinie 1 steuerten wir die Endstation South Ferry an. Mittlerweile war das sich damals im Bau befindliche Fähr-Terminal fertig, doch an der Metroendstation wurde immer noch gebaut. Vom Battery Park her wehte uns Musik entgegen. Die Stadt veranstaltete ein Kulturfestival mit allen möglichen Aufführungen. Am Castle Clinton checkten wir die Möglickeit zu einer Überfahrt zur Statue of Liberty (Kampfname: "Die Alte"). Doch für den nächsten Morgen war es schon schwer an Karten zu bekommen. Schauen wir mal. Im Battery Park steht auch eine Skulptur, die bei den Anschlägen auf das World Trade Center kaum beschädigt wurde und nun als Gedenkstätte dient.

Vorbei am Customs House gelangten wir in die bekannte Wall Street. Die Börse64 war – wie nicht anders zu erwarten – abgeriegelt und ich bezweifle, dass man das Gebäude noch besichtigen kann so wie 2001. Von schräg gegenüber grüßte George Washington. Die nächste Station war die Trinity Church. Neben einigen auf ihrem Friedhof begrabenen Persönlichkeiten ist sie (uns) auch aus dem Film "Der Schatz der Tempelritter" mit Nicolas Cage bekannt.

Weiter gings nochmals zum Ground Zero (hier war wirklich viel los, überall fotografierten die Leute) und dem World Financial Center. Und nach einem Abstecher in ein Elektronikkaufhaus, vorbei am NYPD65 Hauptquartier und am Rathaus gelangten wir nach China Town. Erstmal was zu beißen suchen lautete die momentane Devise... und wir wurden schnell fündig.

Frisch gestärkt machten wir uns auf zur Pennsylvania Station. Sebastian und ich brauchen ja noch Zugticketets für die Fahrt nach Niagara Falls (Hartmut fliegt ja eher nach Hause). Nach etwas Suchen fanden wir auch den Schalter der Amtrak66. Und da gingen die Problemchen erst los. Der gewünschten Zug am frühen Morgen war schon ausgebucht und gezwungenermaßen mussten wir den nächsten, 3½ Stunden später, nehmen. Wir fahren dann ja auch über 9 Stunden und sind so erst am späteren Abend da. Apropos da, die Dame am Schalter hatte auch verpeilt, dass wir nach Niagara Falls in Kanada wollen und nicht in den amerikanischen Teil. Und ändern konnte man das Ticket nicht mehr. Studentenrabatt – den es hätte eigentlich geben müssen – gab's auch nicht. So ein Mist hier, einfach ärgerlich die ganze Sache!

Nun war es schon dunkel geworden und wir steuerten per Metro den Times Square an. So viele Leuchtreklamen dort. Alles blitzt und blinkt. Und ich denke, es sind auch einige mehr geworden seit 2001. Und die ganzen Menschenmassen die dort herumlaufen, fotografieren, sich von Straßenhändlern übers Ohr hauen lassen, oder einfach nur auf den Beginn einer Show in einem der unzähligen Theater warten. Beeindruckend!

Danach wollten wir per Subway zur Brooklyn Bridge fahren um diese vor der Kulisse des nächlichen New Yorks zu erleben. Doch dies war gar nicht so einfach: wegen Bauarbeiten fuhren einige Linien nicht so wie sie sollten und wir mussten dreimal umsteigen – teilweise nur wegen einer Station. Schließlich kamen wir doch noch in Brookylin an und liefen hinunter zum Wasser. Der erste Blick auf die Stadt zeigte sofort, dass etwas ganz Großes nicht da war wo es sein sollte. Ohne das World Trade Center fehlt etwas Unverwechselbares in der Skyline. Mal sehen, wie der geplante Freedom Tower dies kompensieren kann. Aber der Anblick der beleuchten Wolkenkratzer war dennoch grandios!

Noch ein kleiner Abstecher führte uns in die 34. Straße, wo wir noch etwas zum Abend aßen, bevor wir uns dann mit unsere Hausmetrolinie 1 nach Hause zur 103th Street aufmachten. Ohne ein Eis von einer bekannten Fast-Food-Kette wollten Sebastian und ich dann doch nicht bleiben, als wir gegen 23.30 Uhr wieder das Hostel erreichten.


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64  Seit 1790 werden in der Wall Street Wertpapiere gehandelt und so wurde der Grundstein für die New York Stock Exchange gelegt
65  New York Police Department – Hauptquartier der Polizeibehörde
66  Halbstaatliche amerikanische Eisenbahngesellschaft



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