Sonntag, 30. September 2007
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| Stadtbesichtigung San Francisco: Russian Hill, Cow Hollow, Pacific Heights, Hayes Valley, Civic Center, Financial District und China Town |
Um 8 Uhr begann unser zweiter Tag in San Francisco. Da das Frühstück doch nicht so reichhaltig war, wie wir es erhofft hatten, stockten wir es kurzerhand mit eigenen Mitteln auf. Dank Hartmuts Notebook war auch ein Update in Sachen News möglich: über das Internet konnte man sich mit Tagesschau und LVZ wieder auf den neuesten Stand in Nachrichtendingen bringen. Allerdings wirklich wichtige Sachen waren ja seit Donnerstag nicht passiert.
Kurz nach 11 Uhr ging dann unser Besichtigungsprogramm des Tages los. Bus 30 sollte uns zum North Beach Playground bringen, allerdings hatte ich mein Nahverkehrsticket vergessen (man wird halt auch nicht jünger!) und so fuhren Hartmut und Sebastian alleine los und ich kam dann nach. Wir verabredeten den Coit Tower8 als Treffpunkt. Vom Playground aus ging es über den parkähnlichen Washington Square die steile Union Street den Telegraph Hill nach oben und am Fuß des Coit Towers traf ich auch Hartmut und Sebastian wieder. Mit ersterem bestieg ich dann auch den Turm um bei herrlichem Sonnenschein den tollen Blick auf Stadt und Bucht erleben zu können. Auch unsere Eintrittsgebühren konnten wir dort oben durch Münzsammeln noch etwas senken.
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Zurück gings wieder über den Washington Square mit dem Bus zum Stadtteil Cow Hollow. Früher soll dort einmal eine Weide für Milchvieh gewesen sein, daher der Name. Am Ende der geschäftigen Union Street versteckt sich dort hinter einem Friedhofstor noch eine der Wasserquellen für die Tränken der Kühe. Vom Alta Plaza aus liefen wir vorbei an einigen viktorianischen Häusern zum Lafayette Park und weiter in die Polk Street. Dort war ersteinmal ein Päuschen angesagt und eine kleine Mittagsstärkung.
Unser Weg führte uns dann mit dem Bus weiter zu einem der Postkartenmotive San Franciscos: am Alamo Square sind einige viktorianische Gebäude erhalten geblieben, die einen angenehmen Kontrast zur dahinterliegenden Hochhausskyline bilden. Nach einer kleinen Rast brachte der Bus uns zurück zur City Hall9. Dort fand – wie so oft – wieder eine kleine Demonstration statt. Was genau erreicht werden sollte blieb uns schleierhaft.
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Über die Civic Center Place und vorbei an einem schönen Denkmal für die frühen Pioniere der Besiedlung Kaliforniens gelangten wir zur wichtigsten Ader San Franciscos: der Market Street10. Eine historische Straßenbahn (übrigens sehen alle Straßenbahnen so aus) brachte uns dem Financial District näher. Vom palmenbewachsenen Union Square gelangten wir durch die Hochhausschluchten zur Transamerica Pyramide11, einem Hochhaus mit einer eben pyramidal zulaufenden Spitze.
Da die Sonne nun langsam unterging, wurde es auch langsam kühler, doch wir hatten ja fast unser Tagesprogramm geschafft. Vom Jackson Square Historical District12 kamen wir zum letzten Ziel des Tages, dem 1981 erbauten Embarcadero Center. Im dazugehörigen Hyatt Hotel sollte ein riesiges Atrium sein. Und es war auch wirklich riesig! Ein dreieckiger Innenhof über 19 Etagen, dessen Seiten nach oben hin zusammenlaufen. So, finito, vorerst. Mit dem Cable Car der California-Street-Line und dann mit einem der Powell-Hyde-Line gelangten wir zurück zum Hostel.
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Das Abendessen stand ja noch aus. Und da wir Chinatown noch nicht besichtigt hatten, bot sich dieses ja nahezu an. Also wieder zurück mit dem Bus in die Stadt. Und in der Grant Avenue, die in Chinatown mit Wimpeln, Lampions und allerlei typisch chinesischen Sachen überspannt war, fanden wir auch unser Restaurant. Da ich für Experimente nicht so zu haben bin, gab es den altbekannten Chicken Fried Rice. Danach gings durch die California Street mit dem Cable Car (auf welches wir eine halbe Ewigkeit warten mussten) zur Cable Car Barn, wo wir (in der Kürze der Zeit unwissentlich) ein Kabelfahrzeug der Linie Powell-Mason bestiegen. Nun hatten wir also doch alle drei Cable Car Linien befahren!
Am Hostel entschieden wir noch kurzfristig etwas einkaufen zu gehen. Der nahegelegene Safeway hatte ja 24/7 geöffnet und so bekamen wir auch Sonntagabend kurz vor Mitternacht noch unsere sieben Sachen. Auf dem Heimweg begegneten wir dann noch unserem Freund vom Vortag: das Sinktier hatte wieder Ausgang und wollte uns noch eine gute Nacht wünschen. Wir sollten uns vielleicht mal einen Namen für den Burschen einfallen lassen.
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8 1933 durch Geld, was die Stadt aus einer Erbschaft erhielt, errichtet soll der Turm an eine Feuerwehrspritze erinnern
9 Das Rathaus wurde 1915 zu Panama-Pazifik-Ausstellung fertig, seine Kuppel ist dem Petersdom in Rom nachempfunden und höher als die des Capitols in Washington
10 Die Market Street verläuft über 5 km vom Hafen durch das Finanzzentrum bis zu den Twin Peaks; Straßenbahnen, Busse und die MUNI Linien im Untergrund verkehren hier
11 Das mit 268 m das höchste Gebäude (1978) der Stadt ist eines ihrer Wahrzeichen
12 1850-1910 waren im Viertel Spielhöllen und Saloons, heute sind in den vielen historischen Gebäuden Anwaltsbüros, Ausstellungsräume und Antiquariate zu finden