Home / Galerie / Reisen / America 2007 / Tag 05

Tag 05:  Fahrt zum Yosemite National Park

Dienstag, 2. Oktober 2007

Fahrt von San Francisco zum Yosemite National Park

Wie schon in den meisten vergangenen Tagen startete auch unser erster Reisetag mit einem strahlenden Sonnenschein. Nach dem Einpacken unserer Sachen und dem Frühstück musste unser Mietwagen abgeholt werden. Hartmut hatte ja bei der Hertz Autovermietung bei Fisherman's Wharf schon vorbestellt und so machten wir uns auf den kurzen Weg dorthin, wo wir gegen dreiviertel zehn eintrafen. Die Reservierung und der ganze Papierkram ging recht schnell, doch leider mussten wir ein ganzes Weilchen warten, bis der Wagen für uns "fertig" war. Scheinbar wurde der Wagen noch gewaschen oder aufgetankt oder so. Wirklich ein toller Service!

Als erstes fuhren wir mit unserem blauen Hyundai, der übrigens schon vor unserer Fahrt ein paar Schrammen hatte (dies sei nur gesagt für den höchst unwahrscheinlichen Fall dass die eine oder andere hinzukommen sollte), zum Hostel um dort auszuchecken und die Sachen im Wagen zu verstauen. Zum Glück bekamen wir Hartmuts großen Koffer und die Rucksäcke in den Kofferaum, so dass auf der Rücksitzbank nur das "Handgepäck" gelagert werden musste.

Als Abschied von San Francisco planten Hartmut und Sebastian noch eine Fahrt über die Golden Gate Bridge. Und so lenkte Hartmut dann auch unseren Automatikwagen über das Golden Gate nach Marin County17. Vom dort gelegenen Vista Point hatte man noch einen schönen Blick auf Brücke und Stadt, bevor es dann – nach einem Abstecher zur Lombard Street – entgültig in Richtung Südosten ging.

Zuerst über die Bay Bridge, dann weiter auf die Interstate 580 und vorbei an Oakland und den Obstbaumplantagen gelangten wir nach Oakdale, wo wir uns zum Mittag erstmal mit einem Burger stärkten. Draußen war es mit 29°C im Vergleich zu den letzten Tagen richtig warm geworden. Der CA-120 weiter folgend ging es weiter ostwärts. Die Landschaft änderte sich ständig. Anfangs im weiten Tal mit trockenen Gräsern, dann bergig mit Gräsern und Büschen wandelte sich die Landschaft schließlich in eine nadelbewaldete Bergregion. Dort zu finden, um genau zu sein in Groveland, ist Kaliforniens ältester Saloon, natürlich mit einer Schwingtür! Im Iron Door Saloon18 genehmigten wir uns jeder eine Coke und Hartmut warf die Jukebox an, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten. Yosemite war ja nicht mehr weit.

Am Parkeingang erwarben wir erstmal für 80 Dollar eine Jahreskarte, die für alle amerikanischen Nationalparks gültig ist – dies ist einfach günstiger als überall Eintritt zu bezahlen. Doch schon nach wenigern Metern wurde wir gestoppt und mussten einige Minuten warten. Straßenbauarbeiten. Man wird schon nervös, wenn einem die Zeit bis zum Sonnenuntergang davon läuft, den man dann eigentlich mitten im Park erleben möchte. Dies klappte ja dann aber doch noch. Zu Fuße des El Capitan war allerdings dann nicht die untergehende Sonne das Highlight, sondern "Bärt". Denn so tauften wir den Jungbären, der seelenruhig 80 m von der Straße weg durch die Lichtung trottete und sich von den Touristen fotografieren ließ. Wahnsinn, ein Bär in freier Wildbahn! Einen Kilometer weiter grasten zwei Rehe friedlich am Straßenrand. Auch diese waren sehr zahm und ergriffen bei unserem Anblick nicht die Flucht. Wir fuhren dann noch etwas weiter ins Tal hinein, um einerseits den Half Dome zu bestaunen und andererseits nach Yosemite Village zu gelangen. Dort angekommen spazierten wir zu Postfiliale. Hartmut wusste, dass man im dortigen Briefmarkenautomaten als Wechselgeld die seltenen 1-Dollar-Münzen bekommt. Und so kauften wir fleißig Briefmarken für viele schöne Urlaubskarten und kamen damit an die begehrten Münzen.

Nun hatten wir nur noch ein Problem. Wo die nächste Nacht verbringen? Mittlerweile war es ja schon zappenduster und so wollten wir ein offenes W-Lan finden, um im Internet nach geeigneten Unterkünften Ausschau zu halten. Doch leider klappte dieses Unterfangen nicht wie gewünscht. Und so entschieden wir doch auf gut Glück nach El Portal zu fahren. Wie vermutet erwies sich die erste Möglichkeit als zu teuer. Doch man muss auch einmal Glück haben, denn schon die zweite Unterkunft erwies sich als ordentlich und so konnten wir in die Cedar Lodge einchecken. Der Portier gab uns noch den Tipp, alles Essen aus dem Auto herauszunehmen – "Bärt" & seine Freunde lassen grüßen.


__________
17  Das Golden Gate bildet das Eingangstor zwischen dem Pazifik und der San Francisco Bay und San Pablo Bay; auf der einen Seite liegt San Francisco und auf der anderen der Bezirk Marin County
18  1852 eröffnet, ist der Iron Door Saloon in der 18761 Main Street in Groveland der älteste Saloon Kaliforniens



Reisenavigation

Vortag  |  Übersicht  |  Folgetag
Copyright © 2005-08 Bernhard Weiß  |  Letzte Aktualisierung: 21.11.07