Donnerstag, 4. Oktober 2007
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| Stadtbesichtigung Las Vegas: Downtown & The Strip |
Nun waren wir also mitten in der Wüste im Spielerparadies und dies wollten wir uns natürlich auch anschauen. Nach dem Aufstehen um 9.30 Uhr machten wir uns auf zum Bus. Ursprünglich wollten wir ja Monorail fahren, aber die war unverschämt teuer. Also auf der Straße nach Downtown, dem alte Zentrum von Las Vegas, und nicht per Schiene. Dort angekommen gab's erstmal einen Gyros-Kebab zum Frühstück bzw. vielmehr schon Mittag. In der Fremont Street24, die teilweise mit einem leuchtenden Dach überdacht ist, schauten wir uns die alten Hotels und Casinos an. Auch noch einige der ursprünglichen Neonreklamen sind erhalten. Den größten Spielautomaten der Welt mit 3 mal 6 Metern im Four Queens Casino fanden wir leider nicht.
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Der Bus brachte uns nun zum Stratosphere Tower, einem ca. 350 m hohem Turm, wo oben Fahrgeschäfte wie Fallturm und Achterbahn sein sollen. Wir informierten uns kurz zwecks einer Fahrt mit einer der Attraktionen und planten dies für den Abend. Nun sollte es mit dem Bus weiter zum nördlichen Teil des Las Vegas Boulevards ("The Strip")25 gehen. Doch dies stellte sich als Problem heraus: erst warteten wir ewig auf einen Bus und dann war dieser maßlos überfüllt. Nur ein paar Leute passten noch rein. Wir waren zum Glück beim nächsten Bus mit dabei, viele andere nicht. Für eine 5-Dollar-Tageskarte sollte man also nicht zuviel erwarten!
Bisher hatte uns die Stadt ein wenig enttäuscht (auch unsere Unterkunft, sie ist zwar okay, aber eigentlich hatten wir 5-Sterne gebucht und so sah es irgedwie nicht aus), doch dies sollte sich nun ändern. Die großen Hotels kamen nun. Im Venetian26 kann man im Einkaufszentrum auf einem Kanal original venezianische Gondeln fahren – und die Gondoliere und singen dazu! Das ganze natürlich überdacht und mit künstlichem Himmel! Überall Prunk mit Hang zum Kitsch, dies ging auch so im Caesars Palace27 weiter. Das Bellagio28 schien etwas seriöser und eleganter, doch ihm gegenüber tront der Eiffelturm im Maßstab 1:2 des Paris Las Vegas29.
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Im überfüllten Bus fuhren wir erstmal zurück ins Hotel, wo Sebastian und ich uns kurzzeitig in den Hotelpool verzogen. Eine Wohltat bei einer Tagestemperatur jenseits der 30 Grad. Allerdings hatten wir nicht viel Zeit, denn das Freigelände schloss nicht viel später.
19 Uhr gings zurück in die Stadt. Erst mit der hoteleigenen kostenlosen Monorail zum Mandalay Bay30 und zum Luxor31 und dann wieder per Bus zum Stratosphere Tower. Wir wollten ja nun die Aussicht genießen und auch ein Fahrgeschäft nutzen. Wir entschieden uns für den X-Scream, einer Art Wippe, wo ein Wagen darauf vor und zurück fahren kann. Das ganze hängt über den Rand des Turms – wohlgemerkt in 350 m Höhe! Doch zunächst genossen wir die Aussicht auf die erleuchtete Stadt. Schon am Boden war teilweise ein recht ordentlicher Wind, doch auf der Aussichtsplattform konnte man sich manchmal kaum auf den Beinen halten. Das Fahren mit der vorhin erwähnten Wippe war gar nicht so wild wie es aussah, hat aber trotzdem Spaß gemacht. Ach ja, den einarmigen Banditen hab ich auch noch gefüttert. Waren zwar nur symbolische 1 Dollar, aber die Bank hat sich trotzdem gefreut, denn die gewinnt ja bekanntermaßen immer.
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Sebastian verabschiedete sich ins Zimmer und mit Hartmut gings nun vorbei an diversen Hochzeitskapellen ("Drive-trough"!) noch zur Fototour in die Downtown, wo wir die alten Neonreklamen in Aktion sehen wollten. Danach war ich allein noch etwas bei den Hotels am Strip unterwegs. Neben den bereits am Tag besichtigten Hotels warteten noch Namen wie Treasure Island32, The Mirage33, Monte Carlo34, New York, New York35 oder das MGM Grand36. Bei deren Besichtigung blies mir der Wüstenwind nur so um die Ohren.
Es ist schon alles extrem beeindruckend, was dort so in die Wüste gebaut wurde! Solche riesigen Hotelkomlexe mit tausenden an Betten. Und alles wird ansprechend gestaltet (zumindest für den amerikanischen Geschmack). Die Casinos sind auch mitten in der Nacht noch sehr gut besucht. Die Manager verstehen es halt, die Leute in ihren Spielhallen zu halten. Auch durch die Bauweise, denn in den Hotels und Casinos hat man es schwer, einen Weg nach draußen zu finden.
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24 Zur Gründerzeit von Las Vegas um 1905 war die Fremont Street das Herz der Stadt, hier standen die ersten Casinos mit ihren glitzernden Neonreklamen
25 Am Strip liegt das neuzeitliche Zentrum von Las Vegas; 15 der 20 größten Hotels der Welt liegen hier
26 Venetian hat momentan 4.027 Zimmer, mit dem demnächst eröffnenden Schwesterhotel Palazzo bildet es mit dann 7.500 Zimmern den größten Hotelkomplex der Erde
27 Die alte Pracht Roms kann man im Caesars Palace in 3.364 Zimmern erleben
28 Das 1998 eröffnete Luxushotel Belladio mit 3.933 Zimmern kostete 1,6 Mrd. Dollar und soll an ein Dorf an den Ufern des Comer Sees erinnern; bekannt ist es auch für die Wasserfontänen auf dem See
29 Im "nur" 2.916 Zimmer fassenden Paris Las Vegas wird französisch gesprochen
30 Das drittgrößte Hotel der Welt verfügt über 4.766 Zimmer: das Mandalay Bay Resort
31 Luxor – 4.408 Zimmer liegen zum Großteil im schwarzen pyramidenförmigen Hauptbau, der von einer Sphinx bewacht wird
32 Allabendlich findet die Sirens of the TI-Show vor dem Treasure Island (4 Sterne, 2.885 Zimmer) statt
33 Bei seiner Errichtung war das Mirage eines der teuersten Hotels die je erbaut wurden (620 Mio. Dollar); es verfügt über 3.044 Zimmer
34 Das Monte Carlo zelebiert mit 3.002 Zimmern & Suiten den Renaissance-Stil
35 Im 3-Sterne-Hotel New York, New York sind auf 48 Etagen 2.024 Zimmer – und die Brooklyn Bridge vor der Skyline NYCs davor
36 Ein 15 m hoher Bronzelöwe thront vor dem mit 5.044 Zimmer zweitgrößten Hotel: MGM Grand